Free Stevia: wie gesund ist Stevia?

Dr. Teodor Binder: Stevia rebaudiana Bertoni

Lörrach, den 21.02.2000

Die Pflanze, ein kleiner Strauch, wächst in verschiedenen Teilen Paraguays wild, wird aber seit längerer Zeit schon zu industriellen Zwecken – hauptsächlich zur Ausfuhr nach Japan und USA – angebaut.

Den Guarani-Indianern ist die Pflanze seit Jahrhunderten als Süßmittel bekannt und wird von ihnen vielfach verwendet.

Die Süßkraft von Stevia Rebaudiana ist gegen 300-mal stärker als die des Zuckers.

Um die Jahrhundertwende wurden von Louis Rabery die ersten experimentellen Untersuchungen durchgeführt; später wurde die Pflanze von dem in Paraguay lebenden schweizer Biologen Moisés Bertoni zu weiteren Untersuchungen anfangs der 20er Jahre ins Laboratorium der Stadt Hamburg geschickt. Dionisio M. Gonzáles Tores, bis vor wenigen Jahren Rektor der Staatsuniversität in Asunción und vorher Dekan der Medizinischen Fakultät daselbst, hat weitere Untersuchungen mit Stevia durchführen lassen.

Ich selbst habe 45 Jahre lang mit lateinamerikanischen Indianern gearbeitet, zuletzt und bis heute mit paraguayischen Indianern.

Vor fast 25 Jahren hatte ich erste Kontakte mit damals noch weitgehend unabhängigen Guarani-Indianern (Pai Tavyterá und Mbyá). Es hat mich überall ganz speziell das Vorkommen bzw. Eindringen von Krebs und Zahnkaries bei lateinamerikanischen Naturvölkern beschäftigt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Feststellung, daß unter den von mir damals untersuchten Guarani - Indianern weder Krebs- noch Zahnkaries anzutreffen waren. Von ärztlichen und ethnologischen Kollegen (u.a. Alfred Métrau, Herbert Baldus u.a.) wurde mir vergleichbares berichtet.

Erstmals vor 9 Jahren und wieder vor 5 Jahren habe ich 3 Gruppen von Mbyá-Guarani-Indianern in Ost-Paraguay untersucht und zwar Zahnkaries gefunden (Zuckerwaren sind dort längst auch eingedrungen), jedoch keine Art von Krebs.

Von allen Guarani-Gruppen, mit denen ich in Paraguay in Berührung kam, wurde Stevia Rebaudiana regelmäßig zum Süßen benutzt.

Eigene Untersuchungen wie die anderer Forscher lassen daher die sichere Feststellung zu, daß Stevia Rebaudia Bert. keinerlei karzinogene Wirkung hat.

Nachdem die Behauptung von der „karzinogenen Wirkung" von Stevia Rebaudiana durch gründliche Untersuchungen – so von der Universität Padua – widerlegt worden waren, wurde ein neues Argument gegen Stevia ins Feld geführt und zwar aufgrund einer unsachgemäßen Untersuchung, die als Ergebnis erbringen wollte, Stevia mindere die männliche Potenz.

Ich habe meine ärztlichen Mitarbeiter in Paraguay gebeten, unter ihren dortigen Patienten eine Umfrage anzustellen, ob sie, die alle Stevia Benutzer sind, irgendwann Potenzstörungen bei sich festgestellt hätten. Die gleiche Frage stellte ich allen meinen schweizer Patienten, die regelmäßig Stevia zu sich nehmen. Ergebnis: nicht bei einem einzigen der Befragten sind solche Störungen aufgetreten. Wenn die Einnahme von Stevia Rebaudia tatsächlich zu Potenzschwächen führen würde, dann wären die Guarani-Indianer Paraguays und Brasiliens seit Jahrhunderten ausgestorben. Was diese indigenen Völker jedoch den „Geschenken" unserer Zivilisation verdanken, ist der Gebißverfall und die Entartung der Darmflora - nicht durch Stevia, sondern durch Zuckergenuß.

Dr. Theodor Binder
79540 Lörrach
Facharzt FMP für innere Medizin
Facharzt für Tropenmedizin
Ethnologe (Amerikanistik)

Herausgegeben von: Förderkreis „Free Stevia“, Ansprechpartner: Frau Margitta Holly, Scharnhorst Str.1, D-65195 Wiesbaden, BRD, Fax +49 (0) 611-940 6839.
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