Free Stevia: wie gesund ist Stevia? > Barbara Simonsohn

Barbare Simonsohn: Stevia – nicht verkaufsfähig in der Europäischen Union?


„Sündhaft süß und urgesund." So lautet der Untertitel meines Stevia-Buches. Zu schön, um wahr zu sein? Der wissenschaftliche Lebensmittelausschuss jedenfalls hat der EU-Kommission am 17.6.1999 geraten, die Zulassung von getrockneten Blättern von Stevia rebaudiana als Novel Food nicht zu empfehlen. Eine entsprechende Verordnung ist am 22.2.2000 erlassen und am 8.3.2000 im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaft veröffentlicht worden. Der Antrag auf Zulassung von Stevia rebaudiana wurde von Seiten des wissenschaftlichen Lebensmittelausschusses der EU mit der Begründung abgelehnt, dass die gegenwärtige Informationslage nicht ausreichend sei, um eine umfassende gesundheitliche Unbedenklichkeit zu garantieren.

In den letzten Jahrzehnten wurden viele wissenschaftliche Untersuchungen zur Unbedenklichkeit von Stevia durchgeführt, besonders in Japan, wo es seit 1976 als Lebensmittel zugelassen ist und inzwischen einen beachtlichen Anteil des Süßmittelmarktes erobert hat. Bislang konnte in keiner der vielen Studien toxische Wirkungen beobachtet werden.

Seit alters her wurde und wird diese Pflanze (Stevia rebaudiana Bertoni) von den Indianern Südamerikas zum Süßen ihrer Speisen und Getränke benutzt. So ist Stevia Bestandteil des paraguayischen Nationalgetränks, Matetee. Warum?

Die Stevia-Pflanze besitzt eine erstaunliche Süßkraft in ihren Blättern. Diese Süßkraft wird durch den Inhaltssttoff Steviosid hervorgerufen, den die Pflanze in ihren Blättern auf natürlicher Weise bildet. Dieses weiße Steviosid ist mehr als 200 mal so süß wie Zucker, hat keine Kalorien, erzeugt kein Karies und ist für Diabetiker geeignet. Es scheint sich also um eine ideale Pflanze zu handeln, zumal der Verbrauch von Zucker und Süßstoffen in den Industrieländern kontinuierlich steigt, und damit auch die gesundheitlichen Probleme.

Welchen hohen Nutzwert diese Pflanze besitzt, haben vor etwa 30 Jahren die Japaner von den Ureinwohnern Paraguays gelernt. Von dort aus hat sich der Gebrauch von Stevia in viele Länder wie Argentinien, Brasilien, China, Indonesien, Israel, Korea, Russland und Taiwan verbreitet. Ebenso erfreut es sich in verschiedenen Staaten der Europäischen Union wachsender Beliebtheit, besonders in Deutschland. In Kanada und den USA wird Stevia rebaudiana als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Möglicherweise kann Stevia auch für eine dermatologische Anwendung genutzt werden. Exakte Untersuchungsergebnisse stehen noch aus.

Die Experten des Wissenschaftlichen Lebensmittelausschusses haben umfangreiche Untersuchungen gefordert, bevor eine Zulassung erteilt werden kann. Insbesondere werden klinische Studien am Menschen benötigt.

Daher haben sich Stevia-Anbieter, Befürworter dieses natürlichen Süßstoffes und Wissenschaftler zusammengeschlossen, um durch Öffentlichkeitsarbeit und Finanzierung von wissenschaftlichen Studien zu beweisen, dass Stevia gesundheitlich unbedenklich, süß und sogar urgesund ist.

Auch Kontakte zu EU-Parlamentariern sollten gepflegt und genutzt werden. Zudem ist eine öffentliche Stellungnahme zu den Einwänden des wissenschaftlichen Lebensmittelausschusses geplant. Dieser Initiative ist Erfolg zu wünschen, damit den 30 Millionen Übergewichtigen und 8 Millionen Diabetikern allein in Deutschland ein natürliches Süßmittel zur Verfügung steht, dass „Genuss ohne Reue" garantiert.

Barbara Simonsohn
Diplom - Politologin

Herausgegeben von: Förderkreis „Free Stevia“, Ansprechpartner: Frau Margitta Holly, Scharnhorst Str.1, D-65195 Wiesbaden, BRD, Fax +49 (0) 611-940 6839.
Sämtliche Ausführungen in dieser Darstellung unterliegen den Bestimmungen des Copyrights und des Haftungsausschluss. Die Wiedergabe ist vorbehaltlich anderslautender Bestimmungen NICHT gestattet. „Free Stevia" übernimmt keinerlei Verantwortung oder Haftung für die Angaben in dieser Darstellung.
m.holly@freestevia.de

 

 

Impressum | Site Map | Haftungsausschluss | Kontakt | Besucher bisher:Besucherzähler| ©2007 Free Stevia